Infektionsschutz

Infektionsschutz vor Coronavirus, 2019-nCoV oder COVID-19.  COVID-19 ist die Abkürzung für Coronavirus Disease und das Jahr der “Entdeckung”. In diesem Fall das Jahr 2019. Auch wenn aktuell neue Ausmaße erreicht werden, Viren oder Bakterien und der Umgang damit sind jedoch deutlich länger bekannt, geradezu ein altbekanntes Thema.

Der nachfolgende Text beschreibt technische Hinweise zum Infektionsschutz. Der Fokus liegt auf technischen Kontakte. Die Hinweise sind aus der Produktion und der Verarbeitung von pharmazeutischen Produkten übertragen. In diesen Bereichen bestehen langjährige und bewährte Erfahrungen im Umgang mit Viren.

 

Viren: klein und gemein
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Größenvergleich Coronavirus, der Atemschutzmaske für
Partikel bis 0,6 µm und eines menschlichen Haares. Schutzmasken können die Weitergabe der Viren, in Sekreten oder Aerosolen der Atemluft verhindern. Die Viren selbst sind zu klein.

Ein Virus ist mit dem bloßen menschlichen Auge leider nicht erkennbar. Deshalb wird manchmal auch vom “unsichtbaren Feind” gesprochen. Die Größe beträgt bis 0,160 µm. im Vergleich mit einem menschlichen Haar mit einem typischen Durchmesser von 65 µm, hat das Haar also einen ca. 400-fach größeren Durchmesser.

Viren selbst sind zu klein, um durch Schutzmasken gefiltert werden zu können. Selbst hochwertige Masken z.B. der Schutzklasse FFP3 filtern Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm. Jedoch verhindern Schutzmasken die Weitergabe der Viren, die sich in Sekreten oder Aerosolen tummeln. Diese Tröpfchen sind beim Atmen im Bereich vom 1 µm, beim Sprechen, Husten insbesondere beim Niesen auch deutlich größer und werden damit gefiltert. Wichtig ist die Maske nicht zu lange am Stück zu tragen. In der Regel wird eine Stunde empfohlen.

Der Trick/best practise: Das Wechseln der Maske, je nachdem wo ich mich gerade aufhalte. Verwendung einer hochwertigen FFP2-Maske in Bereichen in denen sich mehr Menschen tummeln, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkauf. Habe ich diese Bereiche wieder verlassen, wechsle ich zur Stoffmaske. In der Stoffmaske kann ich leichter atmen und die hochwertige Maske kann in der Zwischenzeit für den nächsten Einsatz trocknen. Eine ständig feuchte Maske wird vermieden.

 

Viren: ohne Wirt haben nur vergleichsweise kurze Lebensdauern

Ohne Wirt wird das Virus nicht alt. Es hat nur eine begrenzte Lebensdauer. Diese Lebensdauer ist wesentlich von der Umgebung wie Oberfläche, Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängig.

Die Lebensdauer beträgt mehrere Tagen (ca. 3 Tage) auf Oberflächen wie Edelstahl oder Kunststoffen. Jedoch nur wenige Stunden (ca. 3 Stunden) in Aerosolen wie der Atemluft.

Die Möglichkeiten einem Virus schneller den Garaus zu machen ist durch hohe Temperatur oder Strahlung. Diese Möglichkeiten werden z.B. bei der Sterilisation von Produkten oder Instrumenten in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt. Die thermische Sterilisation ist die bekannteste und häufig angewandte Sterilisierungsmethode. Zudem bestehen Möglichkeiten wie die Filtration, der chemischen oder der Strahlungsbehandlung.

 

So ergeben sich zwei wichtige Regeln im Umgang.

  • die eigenen Abwehrkräfte stärken durch gesunde Ernährung, körperliche Fitness, durch Vorsorge und Schutzimpfung (dieses Thema wird auf dieser technischen Seite nicht weiter betrachtet)
  • die Lebensdauer eines Virus zu minimieren und den Virus auf Abstand halten. Kurz gesagt: Dem Virus keine Versorgung/keine Wirtszellen zu bieten, die Verbreitung und Multiplikation zu vermeiden. Das betrifft sowohl den Infektionsschutz in der Öffentlichkeit, wie auch den Schutz der eigenen Wohnung und Lebensräume.

 

Infektionsschutz in der Öffentlichkeit, Schutzmaßnahmen

Ziel ist es Kontakte mit Viren zu vermeiden. Das kann durch Abstand, Händewaschen bzw. Schutzhandschuhe und Schutzmasken gelingen. Dazu gibt es von Stadt und Staat sehr gute Informationen und Anweisungen.

Fokus dieser Seite sind technische Kontakte. Kontakte bei der Betätigung von Schaltern oder beim Festhalten an Haltegriffe, Geländer u.ä. Hierbei gibt es technische Unterstützung, beispielsweise berührungslose Betätigungen durch Bewegung oder Körperwärme.

Zudem gibt es auch Hilfsmittel, die durch 3D-Druck/additive Fertigung sehr schnell hergestellt werden können. Damit können Türen geöffnet werden ohne den Türgriff anzufassen. Sehr vielversprechend ist die Funktionalisierung von Oberflächen, wie antimikrobielle Oberflächen oder antibakterielle Beschichtungen. Ebenso wird durch Sterilisation, Desinfektionsmittel, auch UV-Lampen die Lebensdauer der Viren verkürzt.

 

 

Der Schutz der eigenen Wohnung, der eigenen vier Wände

Sterile Produkte sind luftdicht und virendicht verpackt und oft im verpackten Zustand sterilisiert. Doch auch während der Verarbeitung von Produkten gibt es bereits hohe Anforderungen. In der Pharmazie werden Produkte in geschützten Räumen, sogenannten Reinräumen oder Reinsträumen verarbeitet. Damit diese Räume rein bleiben, gilt es diese vor Viren und Bakterien zu schützen. Die Schlüsselstellen sind dabei die Schnittstellen zur Umgebung. Also die Eingänge und die Dinge, die in die geschützten Räume gebracht werden und die Lüftung.

Die Schleusentechnik, um den eigenen Lebensraum zu schützen. Übertragen auf den eigenen Lebensraum bedeutet das, besondere Aufmerksamkeit den Dingen zu widmen, die in die geschützten Räume gebracht werden.

Einfache umsetzbare Möglichkeiten sind Schuhe zu wechseln. Idealerweise sogar die Kleidung, zumindest was in Kontakt mit potentiellen Viren kam, reinigen bzw. wechseln. Dazu gehört natürlich auch das sehr häufig empfohlene Hände waschen.

 

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, Link zu Kontakt-Seite